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Betreiber der Naturherberge:

NABU Kreisverband Aue-Schwarzenberg

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Neue Fotoausstellung

Passend zum neuen Fotowettberwerb "Bäume mag ich", kann man im Seminarraum des Kreativgebäudes auf dem Gelände der Naturherberge Affalter, eine Fotoausstellung  besichtigen. Der Stollberger Hobbyfotograf Dirk Kunniß zeigt stimmungsvolle Fotos zum Thema. 


Bild der Woche

Ein Sommergruss

Unser kleines Apfel - Birnen - ABC (5)

Ein früher Vertreter in der Reifefolge der Apfelsorten ist der Rote Astrachan. Etwa zur gleichen Zeit, in manchen Jahren etwas früher als der Klarapfel, Ende Juli, Anfang August, kann man die Frucht ernten. Der Apfel ist kaum lagerfähig, nach cirka einer Woche muss er aufgeschnappert sein, ansonsten wird er mehlig - und schmeckt nach nichts. Zum richtigenZeipunkt, direkt vom Baum genascht, überrascht er mit einem wohlschmeckenden, erfrischenden, leicht säuerlichen Aroma. In Jahren des überreichen Behanges, eignet sich der Apfel vorzüglich zum Bereiten von Apfelmus. Die Sorte, die ursprünglich den Weg aus den russischen Weiten  nach Mitteleuropa gefunden hat, wurde schon Mitte des 19. Jahrhunderts, von Pomologen beschrieben. Die Frucht ist mäßig schorfempfindlich, daher sollte der Baum  eine lichte Krone aufweisen, hiermit wird der Schorfbefall entscheidend reduziert.

Unser kleines Apfel - Birnen ABC (4)

Den Geschmack der Apfelsorte "Goldrenenette Freiherr von Berlepsch", kurz Berlepsch genannt, kann man mit feinzellig, saftig, aromatisch oder edelweinig beschreiben. Bei der Sorte handelt es sich um eine Kreuzung aus "Ananasrenette" und "Ribston Pepping". Es wurde von einem gewissen Herrn Uhlhorn bewusst diese beiden Partner zusammengebracht, das heißt, der Berlepsch ist eine Apfelschöpfung. Mit den Erkenntnissen der Vererbungslehre begann man zum Ausklang des 19. Jahrhunderts zielgerichtet mit Neuzüchtungen. Folglich entstanden Institute u. a. in Geisenheim oder Müncheberg, sehr bekannt dürfte das Institut in Pillnitz ( bei Dresden ) sein. Bemerkenswert ist, dass die Frucht einen hohen Vitamin C- Gehalt aufweist, selbst nach wochenlanger Lagerung, schon welkend, wurde bei Versuchen ein kaum abfallender Wert festgestellt. Man fragt sich nun, warum kann man diesen Apfel bei all den guten Eigenschaften nirgends kaufen. Vielleicht zu klein, zu blass. nicht süss genug ? Nur wenigen Sorten schaffen es heutzutage ins Regal von Discountern, oftmals sind das Neuzüchtungen, die eben diese Eigenschaften wie, Krankheitsresistenzen, Transportfähigkeit, Grösse, Kühllagerfähikeit, Süsse, mitbringen.  Sehr viele Sorten aus Großvaters Garten wird man vergeblich im Handel suchen, weil die eben nicht diese Eigenschaften mitbringen. Es ist Enthusiasten und Vereinigungen zu verdanken, dass eine gewisse Sortenvielfalt erhalten wird, schließlich ist auch diese Vielfalt als kulturelles Erbe zu verstehen und keiner kann heute sagen, welche "Obstgene" bei veränderten Umweltbedingungen in Zukunft gebraucht werden. Das reges Interesse am Thema besteht, zeigen Obstausstellungen u.a. in der Naturherberge Affalter, eine nicht enden wollende Besucherschar staunte über die Vielfalt der gezeigten Früchte. Manch einer konnte kaum glauben, dass die ausgestellten knapp 100 "alten" Sorten, lediglich in einem Radius von etwa 5 Kilometer um die Naturherberge gesammelt wurden. Eine Vielfalt, die es zu erhalten gilt !

Unser kleines Apfel - Birnen - ABC (3)

Wenn man über Äpfel spricht, kommt man am Boskoop wohl kaum vorbei. Immer noch findet man viele Liebhaber dieser süsssauren Frucht, die mit vollständigen Namen - Schöner von Boskoop - heißt. Diese Sorte wurde 1856 im holländischen Ort Boskoop gefunden, hier hat also die Natur ein wohlschmeckendes Werk getan. Welche die Muttersorte ist, gilt als unsicher. Gezielte Kreuzungen waren zu dieser Zeit noch nicht in "Mode", die sehr alten Sorten sind also Zufallsprodukte, somit irgendwann aus einem Kern einer anderen Sorte entstanden. Wer nun glaubt, schlau zu sein und schnell ein paar Kerne dieses Apfels ins Erdreich bringt, um zu warten bis an den jungen Bäumchen plötzlich leckere Boskoop hängen, wird bitter enttäuscht sein. Man findet alles mögliche und unmögliche, nur nicht die gewünschte Frucht. Die damals plötzlich enstandene Frucht konnte man nur über Veredelungstechniken, mittels Reiser erhalten und vermehren. Es hat also tatsächlich einen Mutterbaum gegeben. In der Antike müssen das Veredeln  schon schlaue Leute gekannt haben, den Griechen und Römern waren schon edle Sorten bekannt, die sie immer weiter veredelten.

Auf Grund seiner vielen positiven Eigenschaften, vor allem seiner guten Transportfähigkeit, schafft es die Tafelfrucht durchaus noch in die Regale der Supermärkte, allerdings ist das meist eine rotschalige Form. Jetzt wird,s verrückt, auch das hat die Natur fabriziert, ein gewisser Herr Schmitz-Hübsch aus dem Rheinland fand 1923 "Mir - Nichts - Dir - Nichts" plötzlich und unerwartet an einem Spross einen rotschaligen Boskoop, (der etwas süsser schmeckt )  obwohl doch eigentlich nur der grüngelbe Boskoop am Baum hängen sollte. Die Erklärung ist ziemlich simpel, durch Umwelteinflüsse, Klima, Sonne etc. ( Mutation ) wurde diese Form gebildet. Der Rote Boskoop hat also nicht mal einen Mutterbaum, lediglich einen Mutterspross sozusagen. Diese Phänomen der Rotschaligkeit konnte man auch bei anderen Sorten wie Berlepsch - Roter Berlepsch oder Goldparmäne - Rote Goldparmäne, beobachten. Seit dem glücklichen Fund 1923 hat die Sorte ihren Siegeszug durch Europa, ja rund um den Erdball angetreten. Warum es der schmackhafte Apfel und andere alte Sorten heute dennoch schwer haben, soll in einer der nächsten Ausgaben erörtert werden.

Wer sich für das Thema - Veredeln und Schnitt von Obstgehölzen - interessiert, ist  immer Mitte April in der Naturherberge Affalter zum Obststammtisch, ein gern gesehener Gast, den genauen Termin finden Sie auf dieser Website.

Unser kleines Apfel - Birnen - ABC (2)

Wer kennt sie nicht von den "Alten", die Petersbirne, die im Sächsischen Raum nur als Weizenbirne bekannt sein dürfte. Dieses Synonym zeigt ebenso wie beim "Weizenapfel" den Reifezeitpunkt an. Die Sorte, die mit hoher Wahrscheinlichkeit aus Sachsen stammt und schon 1799 beschrieben wurde, trumpft mit einem einmaligen, sortentypischen Geschmack auf. Leider sind in den vergangenen Jahren viele Bäume dem Birnengitterrost, einer Krankheit, die beispielsweise durch den Kriechenden Wacholder, den Sadebaum etc. ausgelöst wird, zum Opfer gefallen. In diesem trockenen, warmen Sommer (2015) konnten die totbringenden Sporen weniger Schaden anrichten. Als Dank spendete der Baum ansehliche, wohlschmeckenede Früchte. Positiv ist zu vermerken, dass die Sorte in Obstbaumschulen wieder angeboten wird.

Unser kleines Apfel- Birnen - ABC (1)

Eine der ersten Apfelsorten, die in hiesigen Breiten zur Reife gelangt, ist der  Weiße Klarapfel. Bei uns im Erzgebirge eigentlich nur unter den Pseudonymen "Weizapfel" oder "Auguster" bekannt, damit soll wohl ausgedrückt werden, dass die Frucht etwa mit dem Weizen, also im August reift. Auf Gund der extremen Frosthärte des Holzes hat es die Sorte, die ursprünglich um 1850 aus dem Baltikum nach Frankreich gelangte,über ganz Europa bis in die Höhen des Erzgebirges geschafft. Der Klarapfel ist kaum mehr als zwei,drei Tage lagerfähig, am besten schmeckt er vom Baum. Wegen eventueller Magen und Darmprobleme dürfte es wohl kaum möglich sein, die Früchte eines kompletten Baumes in kürzester Frist zu verspeisen, das macht nichts, denn auch in Zeiten von Überfluss und Supermärkten wird die Apfelsorte immer noch gerne zu Apfelmus bereitet. Jede Hausfrau (oder Mann) wird bestätigen, dass dieser einfach köstlich schmeckt.

Wegen der hohen Vitalität gehört der Baum in jeden Hausgarten oder auf jede Streuobstwiese.

Nähere Infos finden Sie auf der Nabu Seite unter der Rubrik -Streuobst-

Neue Broschüren erschienen

Auf diese beiden Broschüren haben Wanderfreunde und Naturinteressierte regelrecht gewartet. Auf insgesamt mehrals 400 Seiten findet man Wissenswertes aus Vergangenheit und Gegenwart in anschaulicher Art und Weise beschrieben und dargestallt. Für Wanderfreaks dürfte die Begleitbroschüre zum "Natur(a) - Erlebnisweg Westerzgebirge" eine echte Bereicherung sein.

Beide Broschüren können für jeweils 5,- € zzügl. Porto in der Naturherberge Affalter bestellt werden.

Zum Nachdenken und Nachfühlen (34)

„Die Gewißheit, daß die Dinge Seelen haben, lebt in den Kindern, in den Tieren und in den Einfältigen.
Ich habe gesehen, wie Kinder einem rohen Stück Holz oder einem Stein das Tun eines lebendigen Wesens verliehen; wie sie ihnen eine Handvoll Gras brachten, und als ich das unvermerkt wegnahm, fest überzeugt waren, jene Dinge hätten es gefressen.
Das Tier unterscheidet keine Arten der Tätigkeit. Ich habe gesehen, wie Katzen lange Zeit hindurch Dinge, die ihnen zu heiß waren, kratzten. Darin liegt auf Seiten des Tieres etwas von einem Kampf gegen ein Ding, das nachgeben und vielleicht sterben kann.
Ich glaube, nur durch eine besondere, aus falscher Eitelkeit kommende Erziehung legt der Mensch solche Anschauungen ab. Ich wenigstens sehe keinen großen Unterschied zwischen einem Kinde, das einem Stück Holz zu essen gibt, und dem inneren Grunde gewisser Opfergaben primitiver Religionen. Und wenn man des Glaubens ist, am Tage der Geburt von Kindern gepflanzte Gewächse verkümmerten und verdorrten, sobald die Kinder krank werden und sterben – was bedeutet das anders, als den Bäumen eine Anhänglichkeit an uns verleihen, die stärker ist als das Leben selbst.“
Francis Jammes (1868-1938)

Mehr zum Nachdenken und Nachfühlen finden Sie unter Unsere Herberge / Nachdenken-Nachfühlen.

Zitat der Woche

„Erst das Schweigen tut das Ohr auf für den inneren Ton in den Dingen, in Tier und Baum und Berg und Wolke.“
Romano Guardini (1885-1968)

Die Zitate der Woche finden Sie auf der NABU-Seite am Ende der Rubrik Hintergrund.

Windwahn nun auch im Westerzgebirge?

Blick von der Viechzig in Hundshübel / Wollen wir das?

Das Westerzgebirge ist bisher von Windkraftanlagen weitgehend verschont geblieben, aber das könnte sich ändern. Ein etwa ein Quadratkilometer großer Bereich zwischen Hundshübel und Burkhardtsgrün in unmittelbarer Nähe der Staumauer der Talsperre Eibenstock, gelegen in einer der attraktivsten Landschaften in der Region, ist im Entwurf zum Regionalplan der Planungsregion Chemnitz als Potenzialgebiet für Windkraft ausgewiesen worden. Sollte in der weiteren Planung der Windkraft in diesem Gebiet Vorrang eingeräumt werden und es am Ende sogar zum Bau von Anlagen kommen, so wäre dies aus Sicht vieler Natur- und Heimatfreunde nicht nur eine Katastrophe für das nähere Umfeld, sondern für weite Teile des westlichen Erzgebirges.
Die Bürgerinitiative „Gegenwind Talsperre Eibenstock" hat sich zum Ziel gesetzt, nichts unversucht zu lassen, um dies zu verhindern und hofft dabei auf viele Verbündete und Mitstreiter sowie tatkräftige Unterstützung von vielen Seiten, damit das obige Bild am Ende nicht Realität wird.
Auf dem Bergwiesenfest in Stützengrün und in Hundshübel wurden schon fleißig Unterschriften gesammelt und ein Informationsblatt wurde entwickelt, das Sie sich bei Interesse auf der Internetseite www.natur-im-erzgebirge.de herunterladen können.

 

 

 

 

Stadt Lößnitz

Schauen Sie auch auf den Internetseiten der Stadt Lößnitz.

 

 

 

 

 

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08294 Lößnitz OT Affalter
Telefon 03771 319806
Mobil 0176 78344058

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